Rezension

[Rezension] SCYTHE Die Hüter des Todes

 

Neal Shusterman
FISCHER Sauerländer
Erschienen am: 21.09.2017
528 Seiten
Gebunden 19,99 Euro
empfohlen ab 14 Jahren

 

Klappentext

 

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe.

Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.

Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

 

 

Meine Meinung

 

Das Buch hat mich schon länger angesprochen. Die Geschichte rund um die Scythe, so wie sie genannt werden, fand ich sehr faszinierend, genauso die Welt in der die Geschichte spielt. „Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.“ heißt es und genauso scheint es auch am Anfang. Doch diese perfekte Welt ist lang nicht so perfekt.

Citra und Rowan sind zwei junge Menschen, die eine Ausbildung zum Scythe absolvieren sollen. Beide sind sehr gewissenhaft und scheinen perfekt in die Rolle eines Scythe zu passen.

Doch innerhalb des Systems kommt es zu Unruhen. Citra und Rowan müssen sich entscheiden auf welcher Seite sie stehen und ob sie bereit sind die Klingen zu schwingen.

 

Eine perfekte Welt. Ein System. Wer wird am Ende überleben?

 

Im Buch geht es hauptsächlich um Machtkämpfe und Korruption. Das Regierungssystem der Scythe ist mehr als fragwürdig. Dieser Aspekt kommt in der Geschichte stark zum Ausdruck.

Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass mehr auf die Freundschaft und die Verbindung, zwischen Rowan und Citra, eingegangen wäre. Zumindest hat das der Klappentext versprochen. Doch die Entstehung dieser „tiefen Verbindung“ kam im Buch etwas zu kurz.

 

Achtung!!! Ab jetzt folgen Spoiler! Weiterlesen auf eigene Gefahr!!!

 

Genauso hat mich die sehr nüchterne Schreibweise irritiert. Szenen, die durchaus mehr Gefühl gebraucht hätten, wurden von Neal Shusterman eher pragmatisch niedergeschrieben. Hier ein Zitat:

 

Sie kam nicht dazu, den Satz zu beenden, weil Bello übereifrig wie eh und je seinen elektrischen Schlagstock eingesetzt und sie ohnmächtig gemacht hatte. „War das wirklich nötig?“, tadelte Scythe Curie. „Ich bin es, die Ihnen Ärger macht, nicht die arme Eva. Scythe Martín ging zur Haustür und entdeckte die verräterischen Fußspuren im Schnee.
Neal Shusterman – Scythe, Die Hüter des Todes

 

Nicht nur dieser, sondern auch einige andere Handlungsabläufe sind kurz und knapp abgehandelt worden. Das hat es mir schwer gemacht ein Gefühl für die jeweilige Situation und die Charaktere aufzubringen.

Die äußerliche Charakterbeschreibung hat mir zusätzlich gefehlt. Ich weiß immer noch nicht welche Haar- und Augenfarben oder Gesichtszüge die Protagonisten haben.

 

Der Tod. Ein ständiger Begleiter…

 

Was mir hingegen gut gefallen hat, ist das geweckte Bewusstsein dafür, dass der Tod jeden Menschen egal ob jung, alt, arm oder reich treffen kann. Niemand ist vor ihm sicher. Und genau so ist es schließlich im wahren Leben.

 

Wer nun Lust auf mehr hat, für diejenigen gibt es schon den 2ten Band: Scythe – Der Zorn der Gerechten.

 

 

 

Die Rechte der Coverabbildung liegt bei dem Verlag FISCHER Sauerländer

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