Aktion, Rezension

[Rezension] Shining

Stephen King
Bastei Lübbe
Erschienen am: 1985
619 Seiten
Taschenbuch 10,99 Euro

 

Klappentext

 

Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat.

Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel „Overlook“ ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren.

Mit Shining gelang Stephen King ein moderner Klassiker des Grauens, ein Buch, das die Ängste unserer Zeit erfasst und jeden Leser in seinen emotionalen Grundfesten erschüttert.

 

Meine Meinung

 

Jack Torrance, ist ein ehemaliger Englisch-Lehrer. Er hat dem Alkohol abgeschworen und will sein Leben wieder in den Griff kriegen.

Er nimmt einen Job als Hausmeisters im sehr abgeschiedenen Overlook-Hotel in Colorado an. Das Overlook liegt in den Bergen und wird nicht das ganze Jahr über besucht. In den Wintermonaten wird es für Buchungen geschlossen und Jack soll in dieser Zeit das Hotel beaufsichtigen. 

Natürlich nimmt er seine Familie mit.

 

Wutanfälle

 

Seinen Sohn Danny, liebt er innig. Und auch Danny ist eng mit seinem Vater verbunden. Jedoch hat Jack wiederkehrende Wutanfälle…

Seine Frau Wendy überlegt schon seit längerer Zeit, sich sogar scheiden zu lassen. Jedoch fährt sie für Jacks Job mit zum Hotel, da sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat.

Und vielleicht hatte ich die Hoffnung als Leserin auch noch nicht aufgegeben. Doch Jacks bedrohliche Persönlichkeit kriecht langsam hinter seiner beherrschten Fassade empor und wartet nur auf einen günstigen Augenblick um alles zu zerstören.

 

Danny

 

Durch die personale Erzählperspektive wechselt der Fokus zwischen Jack, Wendy, Danny sowie Hallorann, dem Koch. Was mich besonders gefesselt hat, ist Dannys Sicht, die einen großen Teil des Buches ein nimmt. Er ist ein Charakter, den ich während des Lesens wahnsinnig lieb gewonnen habe, da er unvoreingenommen ist und doch im Grunde ein ernstes Wesen mit seinen fünf Jahren besitzt.

Ab jetzt folgen nun ein paar Details, die spoilern können. Deswegen möchte ich diejenigen bitten, die das nicht wollen, ab hier  mit dem Lesen aufzuhören. 

 

Spoiler

 

Das Shining ist ein wesentlicher Bestandteil des Buches.

Danny besitzt dieses Shining. Es ist die Fähigkeit sich mittels Gedanken zu verständigen und die Gedanken anderer zu lesen. Zudem besitzt Danny die Möglichkeit mit seinem älteren Zukunfts-Ich „Tony“ zu sprechen. 

Wer jetzt denkt: „Ich habe den Film gesehen und brauche deswegen das Buch nicht zu lesen. Es ist ja die selbe Geschichte.“, irrt sich. 

Der größte Unterschied scheint der, dass im Buch das Overlock Hotel allmählich Besitz von Jack ergreift und ihn dazu anstiftet seine Familie zu töten. Im Film sitzt das Böse nicht im Overlock Hotel sondern befindet sich in Jack selbst. Da leider die gedankliche Ebene im Film fehlt, erfährt der Zuschauer somit nicht, welche gänzliche Macht das Overlock auf die Charaktere ausübt. 

Ebenso bleibt der Hintergrund des Hotels im Dunkeln. Die Tatsache, dass das Hotel, seit seiner Eröffnung im Jahre 1910 von fast einem Dutzend verschiedener Firmengruppen und Privatpersonen ohne Erfolg betrieben wurde und zum Ende hin ein scharf „bewachter“ Club für Geschäftsleute war. Darunter Gangster und Mafia Bosse. Ebenso erfährt man, durch Aufzeichnungen, die Jack im Keller des Hotels findet, dass es einen Maskenball zur Wiedereröffnung gegeben hat. Dieser spielt im Film auch eine Rolle, jedoch wird nicht auf das Wieso und Warum eingegangen.

Viele Details, die im Film Fragen offen lassen, werden im Buch aufgeklärt. Auch, was es mit der Dame im Zimmer 217 (im Film Zimmer 237) auf sich hat. 

Da das hier keine Filmrezension sein soll, sondern nur ein kleiner Einblick, wie unterschiedlich Film und Buch sein können, will ich deshalb nur noch auf eines eingehen und zwar das Ende.

Im Film findet Jack seinen Tot, nachdem er sich im Labyrinth vor dem Hotel  verirrt und im tiefen Schnee bei Eiseskälte langsam erfiert.

Im Buch explodiert der Heizkessel im Keller des Hotels, als sich Jack noch im Hotel befindet. Er stirbt in den Flammen.

Welches Ende nun das Bessere ist, sei dahin gestellt. Mir hat der Film sowie auch das Buch gefallen. Und als Stephen King Klassiker, gehören für mich das Buch definitiv zu jeder Stephen King Sammlung dazu.

 

Stephen King

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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