[Rezension] Mein Sommer auf dem Mond

Adriana Popescu
cbt Verlag
Erschienen am: 12.03.2018
400 Seiten
Gebundene Ausgabe 13,00 Euro
empfohlen ab 14 Jahren

 

Klappentext

 

Manchmal muss man einmal zum Mond reisen und wieder zurück, um zu erfahren, wohin man wirklich gehört

Cooler Sportler, niedliche Träumerin, lässiger Underdog und freche Sprücheklopferin – alles nur Fassade …

… und die müssen Fritzi, Bastian, Tim und Sarah aufgeben, als sie mit ihren tiefsten Geheimnissen im Therapiezentrum auf Rügen landen. Einen lebensverändernden Sommer lang werden die vier vom Schicksal zusammengewürfelt und ordentlich durchgeschüttelt. Dabei wachsen sie über sich hinaus, finden ihr wahres Selbst, großen Mut und entdecken die erste wahre Liebe …

 

Meine Meinung

 

Fritzi heißt eigentlich Franziska. Sie will aber Fritzi genannt werden und sie will  NICHT in den Sonnenhof! Ihr persönliches Askaban…

Fritzi hat Angst. Und genau deswegen soll sie nun eine Therapie machen? Ihr bleibt nichts anderes übrig. Sie muss.

 

Beam me up Scotty!

 

Im Sonnenhof wird sie mit Basti, Tim und Sarah in die „Astronauten“-Gruppe gesteckt. Vier Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ob das gut geht?

Eher nicht. Gleich zu Beginn kracht es zwischen Bastian und Fritzi. Na super. Dabei soll er ihr nur den Sonnenhof zeigen und erklären wie der Laden so läuft.

 

Krachen oder war das etwa doch ein Knistern?

 

Die Geschichte der vier Astronauten ist in zwei Sichtweisen geschrieben. Fritzis Sicht und Sebastians Sicht.

Dadurch entsteht eine starke Nähe zu den beiden Hauptcharakteren die einen tiefen Einblick in ihre Gefühle gewährt.

 

Ein Thema das berührt

 

Das Thema Jugendpsychiatrie und psychische Erkrankungen hat Adriana mit Witz und ganz viel Herz in der Geschichte umgesetzt. Trotz der negativen und bedrückenden Thematik kommt allerdings keine bedrückende Stimmung auf. Es berührt vielmehr.

Psychische Erkrankungen sind in unserer Welt immer noch ein Tabu Thema. Das wird auch im Verlauf der Geschichte sichtbar.

Meiner Meinung nach gibt es zu dieser Thematik noch zu viel Berührungsangst, weswegen ich mir mehr Bücher in dieser Richtung wünschen würde.

 

SPOILER!

 

Die Liebesgeschichte zwischen Fritzi und Basti steht neben dem Thema Freundschaft im Vordergrund. Beide machen  eine geistige Entwicklung durch, die jedoch nur durch den anderen möglich gewesen ist. Dabei vermisse ich (etwas) die eigene selbstständige Entwicklung der beiden.

Trotz dessen ist das Buch in jedem Falle lesenswert! Denn schließlich gibt es für nichts und niemanden den richtigen Moment und erst recht nicht für die Liebe.

 

 

Die Rechte der Coverabbildung liegt bei dem Verlag cbt

2 thoughts on “[Rezension] Mein Sommer auf dem Mond

  1. Hey 🙂
    Das klingt sehr interessant. Mein SUB ist doch schon so groß ?
    Aber ein Buch, dass etwas mit dem Tabuthema Psychose aufräumt, wird da wohl noch ein Plätzchen finden. ?

    Liebe Grüße 🙂

    1. Ich kann das Buch wirklich empfehlen! Für mich war es ein schöner Einstieg in die Literatur von Adriana. Es vermittelt trotz der Thematik ein angenehmes Lesegefühl. Und für mich ist es ein Buch, was im Sommer 2018 nicht fehlen sollte.

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